Ihr Anwalt für Korruptionsvorwürfe
- Verteidigung bei allen Korruptionsdelikten
- Schutz von Reputation, Karriere und Vermögen
- Vertrauliches Erstgespräch – in der Kanzlei, per Video oder Telefon
- Bundesweite Strafverteidigung
Vertrauliches, unverbindliches Erstgespräch.
Spezialisierung im Korruptionsstrafrecht
Ich bin als Anwalt auf Wirtschaftsstrafrecht und insbesondere auf Korruptionsdelikte spezialisiert. Ich kenne die relevanten Tatbestände, typische Ermittlungsansätze und die Argumentationslinien der Staatsanwaltschaft.
200+
10+
Mögliche Folgen eines Verfahrens wegen Korruption:
Freiheitsstrafen
Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung (§§ 331, 333 StGB) sind mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, Bestechlichkeit (§ 332 StGB) mit sechs Monaten bis zu fünf Jahren, Bestechung (§ 334 StGB) mit drei Monaten bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen (§ 335 StGB), etwa bei gewerbs- oder bandenmäßigem Handeln, drohen bis zu zehn Jahre. Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr (§ 299 StGB) werden mit bis zu drei Jahren, in besonders schweren Fällen (§ 300 StGB) mit bis zu fünf Jahren bestraft.
Vermögensabschöpfung
Ein zentrales Risiko im Korruptionsstrafrecht ist die Einziehung von Vermögenswerten gemäß §§ 73 ff. StGB. Maßgeblich ist das sogenannte Bruttoprinzip: Es kann nicht nur der Gewinn, sondern der gesamte aus der Tat erlangte Vorteil abgeschöpft werden.
Berufsrechtliche Konsequenzen
Neben dem Strafverfahren drohen weitreichende berufsrechtliche Konsequenzen. Dazu zählen insbesondere der Verlust von Zulassungen, der Entzug der Approbation, Disziplinarmaßnahmen oder der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen und Funktionen.
Jetzt frühzeitig handeln
Ein Ermittlungsverfahren wegen Korruption entwickelt schnell eine eigene Dynamik. Bereits ein Anfangsverdacht kann zu Durchsuchungen, Beschlagnahmen und internen Untersuchungen führen. Je früher die Verteidigung strukturiert aufgesetzt wird, desto größer sind die Handlungsspielräume.
Lassen Sie Ihre Situation frühzeitig prüfen. Als Anwalt für Korruption übernehme ich die Kommunikation mit Staatsanwaltschaft, Ermittlungsbehörden und weiteren beteiligten Stellen und entwickle eine klare Verteidigungsstrategie. Dabei werden neben den strafrechtlichen Risiken auch Vermögensabschöpfung, berufsrechtliche Konsequenzen und Reputationsschäden konsequent mitgedacht.
Vertrauliches, unverbindliches Erstgespräch.

Kontrolle im Ermittlungsverfahren behalten

Kein vorschnelles Handeln
Ermittlungen wegen Korruption beginnen häufig mit Durchsuchungen, Anhörungsschreiben oder internen Hinweisen aus Compliance-Strukturen. Der Tatvorwurf ist zu diesem Zeitpunkt oft weit gefasst und basiert auf ersten Verdachtsmomenten.
Reagieren Sie nicht vorschnell. Sichern Sie relevante Unterlagen, vermeiden Sie unkoordinierte Kommunikation und lassen Sie das weitere Vorgehen rechtlich einordnen, bevor Sie gegenüber Ermittlungsbehörden oder Dritten Stellung nehmen.
Keine Aussagen ohne Akteneinsicht
Korruptionsvorwürfe stützen sich regelmäßig auf Indizien wie E-Mails, Zahlungsflüsse oder interne Abstimmungen. Welche konkreten Handlungen Ihnen vorgeworfen werden und wie diese rechtlich bewertet werden, ergibt sich erst aus der Ermittlungsakte.
Eine Einlassung ohne Akteneinsicht birgt erhebliche Risiken. Erst nach vollständiger Analyse der Beweislage sollte entschieden werden, ob und in welcher Form eine Stellungnahme erfolgt.
Verfahren strategisch steuern lassen
Das Ermittlungsverfahren ist die entscheidende Phase. Hier wird festgelegt, in welche Richtung sich das Verfahren entwickelt und welche Vorwürfe sich verfestigen.
Als Anwalt für Korruptionsvorwürfe übernehme ich die rechtliche Einordnung des Sachverhalts, die Kommunikation mit Staatsanwaltschaft und Ermittlungsbehörden sowie die Entwicklung einer klaren Verteidigungsstrategie. Ziel ist es, den Vorwurf frühzeitig zu strukturieren, Angriffsflächen zu reduzieren und das Verfahren aktiv zu steuern.
Vertrauliches, unverbindliches Erstgespräch.
Durchsuchung wegen Korruptionsvorwurf?
Unüberlegte Reaktionen können Ihre Ausgangslage erheblich verschlechtern. In Korruptionsverfahren werden häufig Unterlagen, E-Mails und Zahlungsflüsse gesichert und später detailliert ausgewertet. Was zu Beginn wie ein Verdacht erscheint, kann sich schnell zu einem belastbaren Tatvorwurf entwickeln.
Bei Vorwürfen wegen Bestechung oder Bestechlichkeit geht es oft um erhebliche Vermögenswerte, mögliche Einziehung nach dem Bruttoprinzip sowie berufsrechtliche Konsequenzen. Eine frühzeitige Verteidigung schafft Klarheit, sichert relevante Informationen und ermöglicht es, das Verfahren von Anfang an strategisch zu steuern.
Vertrauliches, unverbindliches Erstgespräch.
Fallbeispiele aus der Verteidigungspraxis*
*Nachgebildete, typische Konstellationen; keine Darstellung konkreter Mandate oder Ergebnisse.
Verdacht auf unzulässige Vorteilsgewährung
Ein Geschäftsführer geriet nach einer internen Compliance-Prüfung in den Fokus der Ermittlungsbehörden. Es stand der Vorwurf im Raum, Geschäftspartnern Vorteile gewährt zu haben, um Vergabeentscheidungen zu beeinflussen.
Verteidigung:
Ansatz: Vertragsbeziehungen und Zahlungsflüsse genau analysieren und prüfen, ob eine Unrechtsvereinbarung zwischen Vorteil und Gegenleistung nachweisbar ist.
Kooperationsvereinbarung mit Korruptionsverdacht
Ein Arzt sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, durch Kooperationen mit einem Unternehmen unzulässige Vorteile erhalten zu haben. Die Staatsanwaltschaft ging von einem Verstoß gegen §§ 299a, 299b StGB aus.
Verteidigung:
Ansatz: tatsächliche Zusammenarbeit, Leistungsinhalte und Vergütungsstruktur aufarbeiten und prüfen, ob die Vergütung den erbrachten Leistungen entspricht.
Kick-back-Zahlungen im geschäftlichen Verkehr
Ein leitender Angestellter wurde verdächtigt, im Rahmen von Beschaffungsentscheidungen verdeckte Rückvergütungen erhalten zu haben. Grundlage waren interne E-Mails und auffällige Zahlungsströme.
Verteidigung:
Ansatz: Zahlungswege und interne Entscheidungsprozesse rekonstruieren und prüfen, welchen Geschäftsvorgängen die Zahlungen zuzuordnen sind.
Einladungen und Zuwendungen im Amt
Ein Amtsträger wurde mit dem Vorwurf konfrontiert, durch Einladungen und sonstige Zuwendungen in seiner Amtsführung beeinflusst worden zu sein (§§ 331 ff. StGB).
Verteidigung:
Ansatz: prüfen, ob es sich um sozialadäquate Zuwendungen handelt und ob ein Bezug zur Dienstausübung besteht.
Ihre Situation weist Parallelen auf?
Entscheidend sind die Details der Zusammenarbeit und ihre rechtliche Bewertung im Einzelfall.
Jetzt vertraulich prüfen lassen.
Vertrauliches, unverbindliches Erstgespräch.

Verteidigung bei Vorwürfen wegen Korruption
Ermittlungsverfahren wegen Korruption erfordern von Beginn an ein strukturiertes und strategisches Vorgehen. Als Anwalt für Korruption arbeite ich nach einem klaren, mehrstufigen Ablauf mit dem Ziel, den Vorwurf präzise einzuordnen, Vermögensrisiken zu begrenzen und das Verfahren möglichst frühzeitig zu beenden.
Sofortanalyse
In der Anfangsphase prüfe ich umgehend, ob Ermittlungsmaßnahmen rechtlich angreifbar sind. Dazu gehören insbesondere Durchsuchungsbeschlüsse, Sicherstellungen und erste Verdachtsannahmen.
Gleichzeitig steht die Vermeidung belastender Einlassungen im Fokus sowie die Sicherung relevanter Unterlagen, Kommunikationsverläufe und Zahlungsstrukturen. Ziel ist es, die Ausgangslage frühzeitig zu stabilisieren und Fehler in einer kritischen Phase zu vermeiden.
Akteneinsicht und Bewertung
Nach Akteneinsicht analysiere ich die Vorwürfe im Detail. Zentral ist, auf welche konkreten Handlungen sich der Korruptionsverdacht stützt und ob eine sogenannte Unrechtsvereinbarung tatsächlich nachweisbar ist.
Ich prüfe die Beweislage, insbesondere Kommunikationsinhalte, Vertragsbeziehungen und Zahlungsflüsse, und arbeite Schwächen in der Argumentation der Ermittlungsbehörden gezielt heraus.
Materiell-rechtliche Verteidigung
Auf dieser Grundlage erfolgt die rechtliche Einordnung des Sachverhalts. Typische Ansatzpunkte sind:
- Fehlen einer Unrechtsvereinbarung zwischen Vorteil und Gegenleistung
- sozialadäquate oder berufsübliche Zuwendungen
- zulässige Vertrags- und Vergütungsstrukturen
- Abgrenzung zwischen geschäftlicher Praxis und strafbarer Einflussnahme
Ziel ist es, den Korruptionsvorwurf in seinem rechtlichen Kern anzugreifen und die Voraussetzungen der Strafbarkeit gezielt zu widerlegen.
Einstellungsverhandlung
Wo es die rechtliche Ausgangslage zulässt, arbeite ich gezielt auf eine Einstellung des Verfahrens hin – etwa nach § 170 Abs. 2 StPO oder § 153a StPO. Durch sachliche Aufklärung und strukturierte Argumentation lässt sich ein Verfahren mitunter beenden, bevor es zu einer Anklage kommt.
Vertrauliches, unverbindliches Erstgespräch.
FAQ zum Korruptionsstrafrecht
Korruptionsvorwürfe werfen viele Unsicherheiten auf. Die folgenden Fragen und Antworten geben Ihnen eine erste Orientierung und helfen, typische Missverständnisse und Risiken richtig einzuordnen.
Kann ich bestraft werden, wenn ich nicht wusste, dass ein Verhalten verboten ist?
Grundsätzlich ja. Ein Irrtum über das Verbot entlastet nur, wenn er unvermeidbar war (§ 17 StGB); daran stellt die Rechtsprechung hohe Anforderungen. Strafbar ist aber nur vorsätzliches Handeln – fahrlässige Korruption gibt es nicht.
Sind kleine Gefälligkeiten, Geschenke oder Einladungen erlaubt?
Nicht unbedingt. Zwar gibt es eine sogenannte „sozialadäquate Vorteilsgewährung“, also Zuwendungen, die im gesellschaftlichen oder geschäftlichen Umgang üblich sind. Doch bereits kleine Geschenke oder Einladungen können problematisch sein, wenn sie mit einer konkreten Erwartung einer Gegenleistung verbunden sind – insbesondere im öffentlichen Dienst.
Gibt es Korruption nur im öffentlichen Dienst?
Nein. Bestechung und Bestechlichkeit gibt es auch im privaten Sektor. Der § 299 StGB stellt „Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr“ unter Strafe, insbesondere wenn durch eine Beeinflussung des Wettbewerbs Vorteile für bestimmte Geschäftspartner entstehen.
Macht sich nur derjenige strafbar, der besticht?
Nein. Auch wer einen Vorteil annimmt, kann sich strafbar machen. Bestechung (§ 334 StGB) und Bestechlichkeit (§ 332 StGB) sind Spiegelstraftatbestände, was bedeutet, dass sich sowohl der Vorteilsgeber als auch der Vorteilsnehmer strafbar machen können.
Liegt keine Korruption vor, wenn keine direkte Gegenleistung erbracht wurde?
Nicht immer. Auch das bloße Versprechen oder Anbieten eines Vorteils kann bereits eine strafbare Handlung sein, selbst wenn noch keine konkrete Gegenleistung erfolgt ist.
Schützen interne Compliance-Regeln vor strafrechtlicher Verantwortung?
Nicht immer. Unternehmen, die interne Compliance-Richtlinien eingeführt haben, verlassen sich häufig darauf, dass diese als Schutz ausreichen. Doch betriebliche Regeln entheben den Unternehmer nicht der gesetzlichen Verpflichtungen – sie können lediglich eine Entlastungswirkung haben.
Nimmt die Zahl der Korruptionsermittlungen in Deutschland zu?
Im Bundeslagebild Korruption 2023 registrierte das BKA 3.841 Korruptionsstraftaten, 6,7 % mehr als im Vorjahr.
In mehreren Ländern verfolgen Schwerpunktstaatsanwaltschaften oder spezialisierte Abteilungen Korruptionsverdachtsfälle. Für Beschuldigte heißt das: Sie haben es oft mit erfahrenen Ermittlern zu tun.
Welche Folgen hat die Ausweitung der Strafbarkeit auf ausländische Amtsträger nach § 335a StGB?
Mit § 335a StGB wurden die Tatbestände der Bestechung und Bestechlichkeit auf ausländische Amtsträger und internationale Organisationen ausgeweitet. Das bedeutet: Wer beispielsweise Geschäftsbeziehungen mit ausländischen Behörden pflegt, kann sich unter Umständen strafbar machen, wenn Vorteile angeboten oder angenommen werden.
- Für die Unternehmen und Geschäftsleute bedeutet das, dass internationale Geschäftspraktiken kritisch überprüft werden müssen, insbesondere wenn sie mit Regulierungsbehörden oder Staatsunternehmen im Ausland zu tun haben.
Warum gilt die Korruptionsstaatsanwaltschaft Neuruppin als besonders einflussreiche Ermittlungsbehörde im Korruptionsstrafrecht?
Die Arbeit dieser Behörde hat in der Vergangenheit bereits zu aufsehenerregenden Verfahren geführt. Ein bekanntes Beispiel ist der Fall der sogenannten „XY-Bande“, die in den 1990er Jahren bis in die 2000er hinein durch Drogenhandel, illegales Glücksspiel und Korruption Einfluss auf die Stadt Neuruppin nahm. Der Fall zeigte, wie eng organisierte Kriminalität und Korruptionsstrukturen miteinander verwoben sein können.
Ein jüngeres Beispiel ist die sogenannte „VIP-Ticket-Affäre“ um den damaligen Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Ihm wurde vorgeworfen, kostenlose VIP-Tickets für Sport- und Kulturveranstaltungen angenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelte wegen des Verdachts der Vorteilsannahme in 67 Fällen; das Verfahren wurde gegen eine Geldauflage von rund 34.000 Euro eingestellt.
Unternehmen, Beamte und auch Privatpersonen können sich in solchen Verdachtsfällen schnell in komplexen strafrechtlichen Verfahren wiederfinden. Eine frühzeitige und strategische Verteidigung ist deshalb wichtig.

